Umzugskosten: Was Umzugsunternehmen kosten, was absetzbar ist und wie du sparst
Was ein Umzug kostet
Typische Umzugskosten nach Wohnungsgröße:
- 1-Zimmer-Wohnung (bis 40 m²): Eigenregie: 200–500 EUR (Transporter, Freunde). Umzugsunternehmen lokal: 400–800 EUR.
- 2–3-Zimmer-Wohnung (60–90 m²): Umzugsunternehmen lokal: 700–1.500 EUR. Überregional (>200 km): 1.500–3.000 EUR.
- 4–5-Zimmer-Wohnung / Haus: Umzugsunternehmen lokal: 1.500–3.000 EUR. Überregional: 3.000–6.000 EUR.
- Kostentreiber: Etage (Treppenhaus ohne Aufzug: Zuschlag), Entfernung, Sondergut (Klavier, Tresor), Einpackservice, Möbelmontage, Lagerung.
Was die Kosten beeinflusst
Die wichtigsten Preisfaktoren beim Umzug:
- Distanz: Innerhalb der Stadt: Stundenpreis (60–90 EUR/h, 2–3 Mann). Überregional: Pauschalpreis nach km + Ladevolumen.
- Volumen/Gewicht: Mehr Möbel = größerer LKW = höhere Kosten. Minimalismus zahlt sich aus. Vor dem Umzug entrümpeln.
- Saison: April–September: Hochsaison (teurer, früh buchen!). Oktober–März: günstiger, kurzfristig verfügbar.
- Wochentag: Samstag: beliebt und teurer. Wochenmitte: 10–20% günstiger.
- Zusatzleistungen: Einpackservice (+300–800 EUR), Möbelmontage (+200–500 EUR), Verpackungsmaterial (50–200 EUR).
Umzugskosten steuerlich absetzen
Wann und wie Umzugskosten absetzbar sind:
- Beruflich veranlasst: Wenn du wegen eines neuen Jobs oder Arbeitgebers umziehst: Umzugskosten als Werbungskosten absetzbar. Nachweispflicht: neuer Job muss Grund des Umzugs sein.
- Absetzbare Kosten (beruflich): Umzugsunternehmen, Transportermietung, doppelte Mietzahlungen (max. 3 Monate), Maklergebühren neue Wohnung, Reisekosten Wohnungssuche. Pauschale: Ledige 886 EUR, Verheiratete 1.771 EUR (2024).
- Haushaltsnahe Dienstleistungen: Umzugshelfer die privat engagiert werden (kein Umzugsunternehmen): bis 20% der Kosten als haushaltsnahe Dienstleistung (§ 35a EStG). Max. 4.000 EUR Steuerersparnis. Wichtig: per Überweisung zahlen, kein Bargeld.
- Renovierungskosten: Wenn du als Mieter beim Auszug renovieren musst: Handwerkerkosten ebenfalls über § 35a EStG absetzbar.
Umzug günstig organisieren — Tipps
So sparst du beim Umzug:
- 3 Angebote einholen: Umzugsunternehmen besichtigen lassen und schriftliche Angebote einholen. Online-Vergleich (Movinga, Umzugsauktion.de): spart oft 20–40%.
- Eigenregie bei kleinen Umzügen: 1–2-Zimmer: Transporter mieten + Freunde. Kostet 150–400 EUR statt 600–1.500 EUR.
- Günstige Kisten: Supermarkt-Kisten kostenlos. Kleiderboxen mieten statt kaufen. Handtücher/Bettwäsche als Polstermaterial.
- Auszugstermin mit Einzugstermin abstimmen: Doppelte Miete vermeiden. Bei Eigenheim-Kauf: Übergabe-Termin und Umzugstermin koordinieren. Mehr: Wohnungsübergabe.
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Häufige Fragen
Was kostet ein Umzug mit Umzugsunternehmen?
Für eine 3-Zimmer-Wohnung lokal: 700–1.500 EUR. Überregional über 200 km: 1.500–3.000 EUR. Komplett-Service mit Einpacken und Montage: Aufschlag 500–1.500 EUR. Im Sommer und am Wochenende teurer.
Kann ich Umzugskosten steuerlich absetzen?
Ja, wenn beruflich veranlasst (neuer Job). Als Werbungskosten: tatsächliche Kosten oder Pauschale (886 EUR ledig, 1.771 EUR Verheiratete 2024). Privat veranlasst: Handwerkerleistungen über § 35a EStG bis 4.000 EUR Ersparnis.
Wann ist der günstigste Zeitpunkt für einen Umzug?
Oktober bis März: Nebensaison, günstiger und verfügbarer. Wochenmitte statt Wochenende: 10–20% günstiger. Frühzeitig buchen (4–8 Wochen im Voraus): bessere Verfügbarkeit und Preise.
Was muss ich beim Umzug alles ummelden?
Pflicht: Einwohnermeldeamt (Ummeldung innerhalb 14 Tage nach Einzug). Empfohlen: Kfz-Zulassung, Bankadresse, Krankenversicherung, Arbeitgeber, Finanzamt, GEZ/Rundfunk, alle Abonnements und Online-Shops.




