Guide

CO2-Kostenumlage: So wird der CO2-Preis zwischen Vermieter und Mieter aufgeteilt

Seit 2023 m\u00fcssen Vermieter einen Teil des CO2-Preises f\u00fcr fossile Brennstoffe tragen \u2014 je schlechter die Energieeffizienz der Immobilie, desto h\u00f6her der Vermieteranteil. Was einst einfach war (Heizkosten vollst\u00e4ndig auf Mieter umlegen) ist nun komplizierter. Dieser Guide erkl\u00e4rt das Stufenmodell, die Berechnung und was es f\u00fcr die Rendite bedeutet.
3 Min. Lesezeit·Letztes Update: April 2026·Rendite berechnen →
CO2-Kostenumlage: So wird der CO2-Preis zwischen Vermieter und Mieter aufgeteilt

Was ist der CO2-Preis und warum zahlen Vermieter mit?

Das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) sieht einen j\u00e4hrlich steigenden CO2-Preis f\u00fcr fossile Brennstoffe vor:

Bisher wurde der CO2-Preis vollst\u00e4ndig \u00fcber die Gasrechnung auf den Mieter weitergegeben. Seit 2023 ist das anders: Das CO2-Kostenaufteilungsgesetz (CO2KAG) verpflichtet Vermieter, einen Teil der CO2-Kosten selbst zu tragen \u2014 abgestuft nach der Energieeffizienzklasse des Geb\u00e4udes.

Was ist der CO2-Preis und warum zahlen Vermieter mit?

Das Stufenmodell: Wer zahlt wie viel?

Das Stufenmodell teilt die CO2-Kosten nach Energieeffizienzklasse des Geb\u00e4udes auf:

EnergieeffizienzklasseVermieteranteil CO2-KostenMieteranteil
A+, A, B (sehr effizient)0\u00a0%100\u00a0%
C25\u00a0%75\u00a0%
D33\u00a0%67\u00a0%
E50\u00a0%50\u00a0%
F65\u00a0%35\u00a0%
G, H (sehr ineffizient)95\u00a0%5\u00a0%

Konsequenz: Vermieter eines G-Klasse-Altbaus zahlen fast alle CO2-Kosten. Das macht energetische Sanierung wirtschaftlich noch attraktiver.

Das Stufenmodell: Wer zahlt wie viel?

Wie viel kostet das Vermieter konkret?

Rechenbeispiel f\u00fcr eine 70-qm-Wohnung mit Gasheizung:

Je nach Energieeffizienzklasse:

Bei steigendem CO2-Preis (2026+: 65\u00a0\u20ac/t) und h\u00e4ufig schlechter Energieklasse kann das \u00fcber ein gr\u00f6\u00dferes Portfolio erheblich werden.

Wie viel kostet das Vermieter konkret?

Wie wird die Umlage abgerechnet?

Die CO2-Kosten flie\u00dfen \u00fcber die Heizkostenabrechnung:

  1. Der Energieversorger weist die CO2-Kosten auf der Gasrechnung aus (wird seit 2021 ausgewiesen)
  2. Der Vermieter berechnet seinen Anteil anhand der Energieeffizienzklasse des Geb\u00e4udes (laut Energieausweis)
  3. In der j\u00e4hrlichen Betriebskostenabrechnung: Heizkostenposition wird entsprechend aufgeteilt
  4. Der Mieter zahlt nur seinen Anteil der CO2-Kosten

Wichtig f\u00fcr Vermieter:

Wie wird die Umlage abgerechnet?
Energetische Sanierung: F\u00f6rderung, Kosten und Rendite f\u00fcr Vermieter
Kostenlos, praxisnah, ohne Werbung
Guide lesen →

Alle Guides ansehen →

Teilen:WhatsApp

Häufige Fragen

M\u00fcssen Vermieter den CO2-Preis zahlen?

Ja \u2014 seit 2023 teilt das CO2-Kostenaufteilungsgesetz (CO2KAG) die CO2-Kosten nach Energieeffizienzklasse auf. Vermieter von G-Klasse-Geb\u00e4uden zahlen 95% der CO2-Kosten selbst. Vermieter von A/B-Klasse-Geb\u00e4uden zahlen nichts.

Wie hoch ist der CO2-Preis 2025?

55 EUR pro Tonne CO2. Eine Gaswohnung (12.000 kWh/Jahr) verursacht ca. 2,6 Tonnen CO2 = ca. 143 EUR CO2-Kosten gesamt. Je nach Energieeffizienzklasse tr\u00e4gt der Vermieter 0\u201395% davon.

Wie rechne ich die CO2-Umlage in der Betriebskostenabrechnung ab?

Die CO2-Kosten stehen auf der Gasrechnung des Versorgers. Davon den Vermieteranteil (je nach Energieeffizienzklasse lt. Energieausweis) abziehen. Der Rest wird im Verh\u00e4ltnis des Heizverbrauchs auf Mieter umgelegt. Viele Abrechnungsprogramme (WISO, Lexware) unterst\u00fctzen das seit 2023.

Lohnt sich jetzt energetische Sanierung wegen CO2-Kosten?

Ja \u2014 zus\u00e4tzlich zum Komfort-Argument: Je besser die Energieklasse, desto weniger CO2-Kosten f\u00fcr den Vermieter. Verbesserung von G auf D: Vermieteranteil sinkt von 95% auf 33%. Und: Bei steigendem CO2-Preis (j\u00e4hrlich erh\u00f6ht bis 2026) wachsen die Einsparungen.