Hausverwaltung selbst machen: Aufwand, Aufgaben und wann ein Profi sinnvoll ist
Aufgaben der Hausverwaltung: Was zu tun ist
Die Aufgaben einer Hausverwaltung lassen sich in vier Bereiche teilen:
- Kaufm\u00e4nnische Verwaltung: Mieteingang \u00fcberwachen, Mahnung bei Zahlungsverz\u00f6gerungen, Betriebskostenabrechnung erstellen, Mietpreisanpassungen (Mietspiegelanpassungen, Indexmieten).
- Technische Verwaltung: Handwerker beauftragen, Mängel beheben, Wartungsvertr\u00e4ge (Aufz\u00fcge, Heizung) organisieren, Prüftermine koordinieren (Rauchmelder, Legionellen, Elektrik).
- Rechtliche Verwaltung: Mietvertr\u00e4ge ausstellen, K\u00fcndigungen abwickeln, bei WEG: Eigent\u00fcmerversammlungen. Im Streitfall rechtlich handeln.
- Kommunikation: Mieteranliegen bearbeiten, Handwerkstermine koordinieren, Nachmieter suchen, Wohnungsübergaben dokumentieren.
Aufwand selbst verwalten: Wie viel Zeit brauchst du?
Realistische Zeitsch\u00e4tzung f\u00fcr Selbstverwaltung:
- 1 Einheit, kein Wechsel: 2\u20135 Stunden/Monat (Mieteingang, kleine Kommunikation, Jahresabrechnung).
- 1 Einheit, Mieterwechsel: 15\u201330 Stunden extra (Inserat, Besichtigungen, \u00dcbergabe, neuer Mietvertrag).
- 3\u20135 Einheiten: 10\u201320 Stunden/Monat. Realistisch als Nebent\u00e4tigkeit machbar.
- 10+ Einheiten: Halbzeit-Job oder mehr. Ab hier: externe Verwaltung oft effizienter.
Mehr Kosten: Hausverwaltung Kosten.
Selbst verwalten vs. Profi: Was lohnt sich wann?
Der Vergleich:
- Selbstverwaltung sinnvoll: 1\u20133 Objekte im Wohnort, gen\u00fcgend Zeit, Grundkenntnisse Mietrecht, unkomplizierte Mieter.
- Externe Verwaltung sinnvoll: Viele Einheiten (10+), Objekte weit entfernt, keine Zeit, viele Mieter-Probleme, WEG-Verwaltung (komplex), geplante Kapitalanlage-Skalierung.
- Kosten externe Verwaltung: Typisch 5\u20138% der Jahreskaltmiete pro Einheit. Bei 1.000 EUR Kaltmiete = 600\u2013960 EUR/Jahr. Als Werbungskosten absetzbar.
Tools f\u00fcr Selbstverwalter: Was die Arbeit erleichtert
Digital unterst\u00fctzte Selbstverwaltung spart viel Zeit:
- Mieterportal-Software: Landlord Vision, Vermietet.de, Immport \u2014 automatischer Mieteingang-Check, digitale Dokumente, Mieter-Kommunikation.
- Nebenkostenabrechnung-Tools: ImmoPad, eigene Excel-Vorlage \u2014 vereinfacht j\u00e4hrliche Betriebskostenabrechnung. Mehr: Nebenkostenabrechnung erstellen.
- Digitale Übergabeprotokolle: ImmoPad oder StreetCo \u2014 Fotos, Zi\u00e4hlerstsande, Mängelung aulisted digital und sofort per Mail an Mieter.
- Mieterscreening-Dienste: Bonify, Schufa Online \u2014 f\u00fcr einfache Bonitätspr\u00fcfung.
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Häufige Fragen
Was kostet eine externe Hausverwaltung?
Typisch 5\u20138% der Jahreskaltmiete pro Wohneinheit. Bei 1.000 EUR Kaltmiete = 600\u2013960 EUR/Jahr. F\u00fcr WEG-Verwaltung: meist 200\u2013350 EUR/Wohneinheit/Jahr.
Ab wie vielen Einheiten lohnt sich eine externe Hausverwaltung?
Ab 5\u201310 Einheiten wird Selbstverwaltung zeitintensiv. Bei entfernten Objekten oder WEG schon fr\u00fcher sinnvoll.
Was macht eine Hausverwaltung genau?
Mieteingang, Mahnung, Betriebskostenabrechnung, Handwerker koordinieren, Mietvertr\u00e4ge, Mietersuche, Wohnungsübergaben, Mängelmanagement und bei WEG: Eigent\u00fcmerversammlungen.
Sind Hausverwaltungskosten steuerlich absetzbar?
Ja. Kosten f\u00fcr externe Hausverwaltung sind vollst\u00e4ndig als Werbungskosten bei Vermietungseink\u00fcnften absetzbar.







