Immobilienmakler Vergleich: Kosten, Leistungen und die besten Kriterien zur Auswahl
Was macht ein Immobilienmakler?
Die Kernleistungen eines Maklers beim Immobilienverkauf:
- Marktpreisermittlung: Professionelle Bewertung der Immobilie auf Basis von Vergleichsobjekten, Lage und Zustand. Mehr: Immobilienbewertung.
- Vermarktung: Exposé-Erstellung, professionelle Fotos, Schaltung auf Portalen (ImmoScout24, Immowelt, Kleinanzeigen), Social Media.
- Besichtigungen: Koordination und Durchführung aller Besichtigungen, Interessenten-Screening.
- Verhandlung: Preisverhandlung mit Interessenten, Kaufpreis-Optimierung.
- Kaufabwicklung: Notartermin-Koordination, Begleitung bis zur Schlüsselübergabe.
Maklerprovision: Was ein Makler kostet
Seit 2020 gilt das Bestellerprinzip beim Immobilienkauf:
- Beim Verkauf: Maklerkosten werden zwischen Käufer und Verkäufer aufgeteilt. Gesetzlich: Käufer zahlt maximal so viel wie Verkäufer. Typisch: je 3% + MwSt = 3,57% pro Seite. Gesamt: 7,14% des Kaufpreises.
- Beim Kauf (Suchauftrag): Wenn du den Makler beauftragst zu suchen: du zahlst 3–3,57% (inkl. MwSt).
- Bei der Miete: Bestellerprinzip gilt seit 2015: Wer den Makler beauftragt, zahlt. Vermieter bezahlt = Vermieter trägt Kosten. Mieter dürfen maximal 2 Kaltmieten + MwSt zahlen — aber nur wenn sie selbst den Makler beauftragt haben.
- Beispiel Haus 450.000 EUR: Maklerprovision: ca. 32.000 EUR gesamt (je ca. 16.000 EUR pro Seite).
Worauf beim Makler-Vergleich achten?
Die wichtigsten Kriterien beim Maklervergleich:
- Lokale Marktkenntnis: Ein Makler der deine Region kennt erzielt bessere Preise. Frage nach Referenzobjekten in der gleichen Lage und Preisklasse.
- Bewertungsqualität: Lasse 2–3 Makler Angebotspreis schätzen. Große Abweichungen zeigen Unsicherheit. Profis liegen eng zusammen.
- Vermarktungsstrategie: Professionelle Fotos, 360°-Touren, Drohnenaufnahmen — gehören zum Standard. Exposé-Qualität prüfen.
- Vertragsbedingungen: Alleinauftrag vs. einfacher Maklervertrag. Alleinauftrag motiviert den Makler mehr, aber du bist gebunden. Kündigungsfrist beachten.
- Bewertungen: Google Reviews, ImmobilienScout-Bewertungen, Empfehlungen aus dem Netzwerk checken.
Wann lohnt sich ein Makler — und wann nicht?
Lohnt sich die Provision?
- Lohnt sich: Bei komplexen Immobilien (Gewerbe, Mehrfamilienhaus, ungewöhnliche Objekte), wenn du wenig Zeit hast, wenn der Markt unübersichtlich ist, wenn du beim ersten Mal verkaufst.
- Lohnt sich weniger: Bei einfachen Objekten in sehr gefragten Lagen (verkauft sich von selbst), wenn du viel Markterfahrung hast, wenn der Kaufpreis sehr niedrig ist (Provision kaum rentabel).
- Selbst verkaufen: Ohne Makler: Provision sparen, aber: Exposé, Vermarktung, Verhandlung, Kaufabwicklung selbst stemmen. Zeitaufwand: 40–80 Stunden. Mehr: Immobilien Kaufen Tipps.
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Häufige Fragen
Was kostet ein Immobilienmakler?
Typisch 3,57% (inkl. MwSt) des Kaufpreises für Käufer und Verkäufer je. Gesamt also ca. 7,14%. Bei 400.000 EUR: ca. 28.560 EUR Gesamtprovision (je ca. 14.280 EUR). Seit 2020 gilt Halbteilungsgrundsatz: keine Seite zahlt mehr als die andere.
Muss ich einen Makler beauftragen?
Nein. Privatverkauf ohne Makler ist legal. Aber: du übernimmst Vermarktung, Besichtigungen, Verhandlung und Kaufabwicklung selbst. Für Ungeübte oft unterschätzt.
Wie finde ich einen guten Makler?
2-3 lokale Makler einladen, Preisschätzungen vergleichen, Referenzen in der Region prüfen, Exposé-Qualität bewerten, Google Reviews checken. Lokale Marktkenntnis schlägt Konzern-Makler.
Kann ich den Maklervertrag kündigen?
Einfacher Maklervertrag: jederzeit kündbar. Alleinauftrag: Kündigungsfrist beachten (typisch 3 Monate, gesetzlich max. 6 Monate). Bei Kündigung prüfen: Ist Provision trotzdem geschuldet wenn Interessent danach kauft?




