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Aktienrente

Altersvorsorgedepot 2026: 20 % Staatsbonus — alle Anbieter, Kosten & wer profitiert

Altersvorsorgedepot 2026: 20 % Staatsbonus — alle Anbieter, Kosten & wer profitiert

Das Altersvorsorgedepot — kurz AVD — ist der offizielle Name für das, was viele als „Aktienrente“ kennen. Ab 2027 ersetzt es Riester als zentrales staatlich gefördertes Vorsorgemodell in Deutschland. Was steckt dahinter, welche Anbieter kommen in Frage — und wer profitiert wirklich?

Was ist das Altersvorsorgedepot?

Das Altersvorsorgedepot ist ein staatlich gefördertes Wertpapierdepot, das auf ETFs und Aktien basiert. Es wurde im Rahmen der Reform der privaten Altersvorsorge (pAV-Reform) vom Bundeskabinett auf den Weg gebracht und soll 2027 starten.

Der wesentliche Unterschied zur Riester-Rente: Das AVD hat keine Beitragsgarantie. Das bedeutet, dein Kapital kann in echte Aktien fließen — ohne dass ein Teil des Portfolios als Garantiepuffer in renditearmen Anleihen gebunden sein muss. Das war der strukturelle Geburtsfehler von Riester — beim Altersvorsorgedepot wurde er bewusst beseitigt.

Förderungsstruktur: Was zahlt der Staat?

Die staatliche Unterstützung setzt sich aus drei Bausteinen zusammen:

  • 540 € Grundzulage pro Jahr — für alle förderfähigen Sparer, die den Mindesteigenbeitrag leisten
  • 300 € Kinderzulage pro kindergeldberechtigtem Kind und Jahr
  • Einkommensbezogene Förderquote: Bei Geringverdienern (Einkommen unter ca. 22.000 € brutto/Jahr) übernimmt der Staat bis zu 20 % des Eigenbeitrags zusätzlich
  • Steuerlicher Sonderausgabenabzug bis zu 3.000 € pro Jahr — tatsächlicher Steuervorteil abhängig vom persönlichen Steuersatz

Der Mindesteigenbeitrag für die volle Grundzulage liegt voraussichtlich bei rund 60 € pro Jahr — eine sehr niedrige Einstiegshürde.

Wer ist förderberechtigt?

Die Förderung des Altersvorsorgedepots richtet sich an:

  • Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (Arbeitnehmer mit Pflichtbeiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung)
  • Beamte auf Bundes- und Landesebene
  • Pflichtversicherte in berufsständischen Versorgungswerken (z. B. Ärzte, Anwälte, Architekten)
  • Freiwillig in der GRV Versicherte unter bestimmten Voraussetzungen

Nicht förderberechtigt sind klassische Selbstständige ohne GRV-Beitragspflicht sowie Rentner ohne aktives Arbeitsverhältnis.

Die wichtigsten Unterschiede: AVD vs. Riester

Riester war 20 Jahre lang das dominierende Fördermodell — mit bekannten Schwächen: hohe Kosten, komplizierte Vertragsbedingungen, magere Rendite durch Garantiezwang. Das AVD adressiert diese Schwächen direkt.

Merkmal Riester-Rente Altersvorsorgedepot (AVD)
Grundzulage 175 € pro Jahr 540 € pro Jahr
Kinderzulage 185–300 € pro Kind 300 € pro Kind
Beitragsgarantie Pflicht (100 % Kapitalerhalt) Keine
Maximale Kosten Keine gesetzliche Obergrenze Max. 1 % TER
Anlageform Fondssparplan oder Versicherung Reines ETF-Depot
Steuerabzug Bis 2.100 € Sonderausgaben Bis 3.000 € Sonderausgaben
Auszahlung Verrentet (lebenslange Rente) Auszahlplan oder Verrentung
Übertragbarkeit Komplex, schädliche Verwendung möglich Depotwechsel ohne Verlust der Förderung

AVD im Vergleich: bAV, Rürup und freies Depot

Das AVD ist nicht das einzige Vorsorgevehikel. Je nach Lebenssituation können andere Modelle sinnvoller oder ergänzend sinnvoll sein.

Modell Zielgruppe Förderung Kosten Flexibilität
Altersvorsorgedepot (AVD) Arbeitnehmer, Beamte 540 € + Kinderzulage Max. 1 % TER Hoch (Depotwechsel möglich)
Betriebliche Altersvorsorge (bAV) Arbeitnehmer mit AG-Zuschuss 15 % AG-Pflichtanteil Mittel bis hoch Niedrig (arbeitgebergebunden)
Rürup-Rente (Basisrente) Selbstständige, Gutverdiener Steuerlicher Abzug bis 27.566 € Hoch (oft Versicherung) Sehr niedrig (unvererbbar)
Freies ETF-Depot Alle Keine staatliche Zulage Sehr niedrig Sehr hoch

Empfehlung für die meisten Arbeitnehmer: AVD + freies ETF-Depot kombinieren. Im AVD die staatliche Förderung vollständig abschöpfen (bis zur Fördergrenze), darüber hinaus frei in ETFs investieren — ohne Lock-in und mit maximaler Flexibilität.

Kostenobergrenze: 1 % TER — was bedeutet das?

Einer der wichtigsten Punkte im AVD-Gesetz: Die Gesamtkostenquote (TER) ist auf 1 % pro Jahr gedeckelt. Das hat weitreichende Konsequenzen:

  • Klassische aktiv gemanagte Fonds mit TER von 1,5–2,5 % sind ausgeschlossen
  • Teure Versicherungsmäntel (Rentenversicherung auf Fondsbasis) dürften die Grenze kaum einhalten
  • Standard-ETFs auf MSCI World oder FTSE All-World (TER meist 0,10–0,25 %) sind problemlos förderfähig
  • Günstige Robo-Advisor mit All-in-Kosten unter 1 % sind grundsätzlich qualifiziert

Die 1-%-Grenze ist nicht zuletzt eine politische Entscheidung: Der Staat will verhindern, dass ein Teil der öffentlichen Förderung als Gebühren an teure Anbieter abfließt.

Altersvorsorgedepot Anbieter 2027: Die 6 besten im Vergleich

Die Zertifizierung erfolgt durch eine staatliche Stelle (voraussichtlich BaFin). Basierend auf den bekannten Kriterien sind folgende Anbieter die stärksten Kandidaten — sortiert nach Kosteneffizienz:

Altersvorsorgedepot ING: Konditionen 2027

Die ING (früher ING-DiBa) ist Deutschlands größte Direktbank und voraussichtlich einer der ersten zertifizierten Altersvorsorgedepot-Anbieter. Das ING ETF-Depot ist aktuell kostenlos, ETF-Sparpläne ab 1 € möglich. Zu erwartende Konditionen: Depot kostenlos, breite ETF-Auswahl, einfache Benutzeroberfläche. Besonders geeignet für: Einsteiger und alle, die eine etablierte Bank mit gutem Service wollen. Empfehlung: ING-Newsletter abonnieren — die offiziellen AVD-Konditionen werden im Herbst 2026 kommuniziert.

Altersvorsorgedepot Consorsbank: Konditionen 2027

Consorsbank (BNP Paribas-Tochter) hat angekündigt, das Altersvorsorgedepot ab 2027 anzubieten. Aktuelle ETF-Sparplan-Kosten: 1,5% Ausführungsgebühr (mind. 1,50 €). Zu erwartende AVD-Konditionen: günstigere Sonderkonditionen für staatlich geförderte Depots. Stärken: Große ETF-Auswahl (1.800+ ETFs), bewährte Handelsplattform, guter Kundenservice. Die Consorsbank eignet sich besonders für aktive Anleger mit breitem Produktinteresse.

Altersvorsorgedepot Flatex: Konditionen 2027

Flatex ist Europas größter Online-Broker nach Transaktionsvolumen. Für das Altersvorsorgedepot bietet Flatex günstige Konditionen: aktuell keine Depotgebühr, ETF-Sparpläne ab 0 € Ausführungsgebühr auf ausgewählte ETFs. Besonders geeignet für: Vieltrader und alle, die Flexibilität bei der ETF-Auswahl priorisieren. Achtung: Flatex erhebt 0,1% Einlagezins auf Cashbestände — Tagesgeld immer ausgleichen.

Altersvorsorgedepot DKB: Konditionen 2027

Die Deutsche Kreditbank (DKB) bietet bereits heute kostenloses ETF-Depot und Sparpläne ab 25 € monatlich. Als staatliche Bank (Bayern LB-Tochter) ist DKB ein sehr wahrscheinlicher AVD-Anbieter. Zu erwartende Konditionen: Depot kostenlos, Sparpläne ohne Transaktionsgebühr, integriertes DKB-Girokonto. Vorteil: Alles aus einer Hand — Giro, Depot, Sparplan in einem Institut.

Altersvorsorgedepot Trade Republic: Konditionen 2027

Trade Republic ist mit über 8 Mio. Kunden Deutschlands größter Neobroker. ETF-Sparpläne komplett kostenlos, Depot kostenlos, 3,25% auf nicht investiertes Cash. Trade Republic wird voraussichtlich zu den günstigsten AVD-Anbietern gehören. Besonders geeignet für: Junge Anleger und alle, die maximale Einfachheit wollen — ein ETF, automatisch besparen, fertig.

Altersvorsorgedepot Allianz: Konditionen 2027

Allianz plant ein Altersvorsorgedepot als fondsgebundene Lösung. Zu erwartende Kosten: 0,5–1,5% p.a. — damit deutlich teurer als Neobroker oder Direktbanken. Vorteil Allianz: Persönliche Beratung, bekannte Marke, evtl. Kombi mit bestehenden Versicherungen. Nachteil: Über 20 Jahre fressen die Mehrkosten von 0,5% p.a. gegenüber einem Neobroker ca. 15.000 € Rendite bei 300 €/Monat. Unsere Empfehlung: Kostengünstige Direktlösung bevorzugen.

  • Direktbroker: DKB, ING, Consorsbank, Trade Republic, Flatex, Comdirect — alle bieten günstige ETF-Sparpläne deutlich unter 1 % TER
  • Robo-Advisor: quirion (0,48 % All-in), growney (0,39–0,98 %), Ginmon (0,75 % inkl. ETF-Kosten), Raisin Invest
  • Neue Anbieter: Spezielle AVD-Depots werden voraussichtlich von mehreren FinTechs und Banken bis 2027 entwickelt

Nicht kompatibel: Klassische Fondspolicen von Versicherungen (Allianz, Generali, etc.) — zu hohe Kosten. Ausnahme: Wenn Versicherungen bis 2027 günstige ETF-Lösungen unter der 1-%-Grenze anbieten.

AVD + freies ETF-Depot: Die sinnvolle Kombination

Die staatliche Förderung des AVD greift nur bis zu einer bestimmten Beitragshöhe. Wer mehr als den förderungsfähigen Betrag anlegen möchte — was finanzplanerisch sinnvoll ist — kombiniert am besten:

  1. AVD-Depot: Jährlicher Eigenbeitrag bis zur maximalen Förderhöhe (voraussichtlich ca. 3.000 €/Jahr) — volle staatliche Zulage mitnehmen
  2. Freies ETF-Depot: Alles darüber hinaus flexibel und kostengünstig anlegen, ohne Lock-in oder Auszahlungsbeschränkungen

Diese Kombination ist für die meisten Arbeitnehmer mit mittlerem bis höherem Sparbetrag das optimale Setup: maximale Förderung + maximale Flexibilität.

Altersvorsorgedepot Anbieter Vergleich 2026 2027

Häufige Fragen zum Altersvorsorgedepot

Ab wann kann ich ein Altersvorsorgedepot abschließen?

Offiziell ab 2027, wenn das Gesetz in Kraft tritt. Viele Anbieter werden ihre Depots bereits im zweiten Halbjahr 2026 vorbereiten und vorregistrieren lassen. Ein bestehendes ETF-Depot kann unter Umständen nachträglich als AVD zertifiziert werden — das hängt vom Anbieter und den finalen gesetzlichen Anforderungen ab.

Was passiert mit meinem Riester-Vertrag?

Bestehende Riester-Verträge bleiben gültig. Eine Übertragung auf ein AVD soll ohne schädliche Verwendung möglich sein, sofern das AVD als anerkannter Nachfolger gilt. Für viele Riester-Sparer mit Verträgen vor 2005 oder mit schlechter Performance-Historie lohnt sich ein Wechsel finanziell. Eine individuelle Prüfung ist empfehlenswert — am besten mit einem unabhängigen Honorarberater.

Kann ich das Geld im AVD vor dem Rentenalter entnehmen?

Nein, nicht ohne Konsequenzen. Das AVD ist ein langfristiges Altersvorsorgeprodukt. Eine vorzeitige Entnahme gilt als schädliche Verwendung: Sämtliche erhaltenen Zulagen müssen zurückgezahlt werden. Ab dem 62. Lebensjahr sind Entnahmen ohne Strafe möglich — bei einer Vertragslaufzeit von mindestens 12 Jahren.

Altersvorsorgedepot: Was Anbieter unterscheidet

Anbieter-TypKosten (Depot)ETF-AuswahlGeeignet für
Neobroker (Trade Republic, Scalable)Kostenlos / 0 €Groß (1.000+ ETFs)Selbstentscheider
Direktbanken (ING, DKB)0–1,75 €/TradeGroßGünstig, einfach
Filialbanken (Sparkasse, VR)0,5–1,5% p.a.EingeschränktBeratungsbedarf
Versicherungen1–2% p.a. + MantelKleinSelten sinnvoll

Welchen ETF soll ich im Altersvorsorgedepot kaufen?

Für die meisten Sparer ist ein einziger MSCI World ETF oder FTSE All-World ETF ausreichend. Günstige Optionen: iShares Core MSCI World (TER 0,20%), Vanguard FTSE All-World (TER 0,22%), Invesco MSCI World (TER 0,19%). Kombiniert mit dem staatlichen Bonus ergibt das eine effektive "Startrendite" von über 60% im ersten Jahr. Ab 50 Jahren: Anleihen-ETF beimengen für weniger Schwankung.

Investoren warten auf Beratungsgespräch zur Altersvorsorge in München
Altersvorsorgedepot ab 2027: Wer früh plant, spart die besten Konditionen.

Depot-Typen im Vergleich: Was wirklich zählt

Der Unterschied zwischen Neobroker und Filialbank summiert sich über 20 Jahre auf tausende Euro Mehrkosten. Drei Perspektiven auf die Anbieter-Wahl:

Investorin prüft Anlage-Ergebnis und Depot-Konditionen in Düsseldorf
Niedrige Kosten: Neobroker (Trade Republic, Scalable) — kostenlos oder 1 €/Trade
Mann präsentiert Altersvorsorge-Strategie und Depot-Vergleich in Köln
Beratung bei Bedarf: Direktbanken (ING, DKB) — günstig mit Service
Zwei Personen besprechen Depot-Kalkulation und Altersvorsorge am Laptop
Kostencheck: ETF-TER + Depotgebühr über 20 Jahre ausrechnen

Förderung berechnen: Bis zu 600 Euro Förderung · System erklärt: Aktienrente 2027 · Vergleich: Tagesgeld vs. ETF vs. Immobilien

Altersvorsorgedepot 2027 eröffnen: Schritt-für-Schritt-Guide

Das Altersvorsorgedepot startet ab 1. Januar 2027. Wer die Vorbereitungen jetzt trifft, kann ab dem ersten Tag einzahlen und den vollen Bonus von bis zu 600 Euro mitnehmen. So gehst du vor:

1
Depotanbieter jetzt vorauswählen

Vergleiche Neobroker (Trade Republic, Scalable Capital, ING) nach Depotgebühr, ETF-Auswahl und Sparplan-Konditionen. Auf das Stichwort "Altersvorsorgedepot-fähig" ab 2027 achten. Viele Anbieter kündigen die Zertifizierung im Herbst 2026 an.

2
Sparrate festlegen: 250 Euro/Monat = maximale Förderung

Die maximale staatliche Förderung (600 Euro Bonus + Steuerersparnis) erreichst du mit 3.000 Euro Jahreseinzahlung = 250 Euro/Monat. Starte niedrig, erhöhe wenn möglich. Auch 100 Euro/Monat = 1.200 Euro/Jahr sind sinnvoll.

3
ETF auswählen: Ein Fonds reicht

MSCI World (TER ca. 0,20%) oder FTSE All-World (TER ca. 0,22%) — einer davon genügt. Kein Bedarf für mehrere Fonds oder Rebalancing in den ersten 10 Jahren. Ab 55: defensivere Beimischung (Anleihen-ETF 20–30%).

4
Sparplan einrichten und laufen lassen

Monatlichen Sparplan auf den gewählten ETF einrichten. Steuererklärung: Einzahlungen als Sonderausgaben eintragen (bis 3.000 Euro). Förderbonus kommt automatisch — kein Extra-Antrag nötig. Depotwert 1x jährlich prüfen, nicht täglich.

Was 250 Euro/Monat über 20 Jahre wirklich bedeuten

ZeitraumEingezahltStaatl. Bonus (20%)7% Rendite p.a.Endwert
10 Jahre30.000 €6.000 €Zinseszinsca. 52.000 €
20 Jahre60.000 €12.000 €Zinseszinsca. 147.000 €
30 Jahre90.000 €18.000 €Zinseszinsca. 367.000 €

Basis: 250 €/Monat, 7% Rendite p.a. (historischer ETF-Durchschnitt MSCI World), inkl. staatlichem Bonus reinvestiert.

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Häufige Fragen

Welche Banken und Broker bieten das Altersvorsorgedepot an?

Die konkreten Anbieter werden ab 2027 bekannt — alle deutschen Banken und Online-Broker müssen das Produkt nach Gesetz anbieten dürfen. Zu erwarten sind besonders günstige Angebote von Neobroker (Trade Republic, Scalable Capital) und Direktbanken (ING, DKB).

Was kostet ein Altersvorsorgedepot?

Kosten richten sich nach dem Anbieter. Der Gesetzgeber diskutiert eine Kostendeckelung. Online-Broker werden voraussichtlich ETF-Depots nahezu kostenlos anbieten — mit TERs von 0,07–0,20% für gängige ETFs. Klassische Banken und Versicherungen werden teurer sein.

Kann ich mehrere Altersvorsorgedepots bei verschiedenen Anbietern haben?

Die steuerliche Förderung ist auf 3.000 Euro pro Jahr und Person begrenzt — egal auf wie viele Depots verteilt. Mehrere Depots sind technisch möglich, aber die Fördergrenze gilt insgesamt. Das Finanzamt koordiniert dies über die Steuererklärung.

Ab welchem Alter lohnt sich das Altersvorsorgedepot noch?

Rein finanziell lohnt es sich immer, solange man noch einkommensteuerpflichtig ist — der staatliche Bonus von 20% ist unabhängig vom Alter. Allerdings: Je weniger Zeit bis zum Renteneintritt, desto kürzer der Zinseszins-Effekt. Auch mit 55 Jahren lohnt sich das Depot für die verbleibenden 12+ Jahre Einzahlung. ETF-Anteil dann schrittweise reduzieren.

Wann kann ich das Altersvorsorgedepot frühestens auszahlen?

Frühestmögliche Auszahlung: ab dem 62. Lebensjahr. Wer früher auszahlt, muss die gesamte Förderung zurückzahlen und zahlt zusätzlich Einkommensteuer auf den vollen Auszahlungsbetrag. Das Depot ist bewusst als langfristige Altersvorsorge konzipiert — nicht als flexibles Sparkonto.

Bietet Consorsbank ein Altersvorsorgedepot an?

Consorsbank (BNP Paribas-Tochter) hat angekündigt, das Altersvorsorgedepot ab 2027 anzubieten. Als etablierte Direktbank mit günstigen ETF-Konditionen gilt Consorsbank als einer der erwarteten Anbieter neben ING, DKB, Trade Republic und Scalable Capital. Konkrete Konditionen (Kosten, ETF-Auswahl, Förder-Integration) sind noch nicht veröffentlicht. Empfehlung: Newsletter der Consorsbank abonnieren oder <a href="/altersvorsorgedepot-erklaert-anbieter-kosten/">diese Seite bookmarken</a> — wir aktualisieren sobald offizielle Informationen vorliegen.

Bietet Allianz ein Altersvorsorgedepot an?

Allianz plant ein Altersvorsorgedepot in Form eines Fondsdepots mit staatlicher Förderung. Als Versicherungsgesellschaft wird Allianz das Produkt voraussichtlich als fondsgebundene Lösung anbieten — typischerweise mit höheren Kosten (0,5–1,5% p.a.) als Neobroker oder Direktbanken. Der Vorteil bei Allianz: bekannte Marke, Beratung vor Ort, evtl. Kombi mit bestehenden Produkten. Der Nachteil: Kosten fräß en langfristig signifikant in die Rendite. Unser Tipp: Kostenvergleich <a href="/altersvorsorgedepot-erklaert-anbieter-kosten/">aller Anbieter 2027</a> abwarten.

Offizielle Quellen & Weiterführende Links

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Depot-Typen: Direktbank (günstig, Kontrolle) vs. Robo-Advisor (einfach) vs. Versicherung (teuer, vermeiden)
  • Kosten entscheiden: 0,1% vs. 0,5% p.a. — über 30 Jahre Unterschied von über 15.000€ bei 300€/Mon.
  • Auszahlung: Ab 62 möglich — Flexibilität beim Auszahlungsplan wichtiger Vergleichsaspekt
  • ETF-Auswahl: MSCI World oder FTSE All-World — breit gestreut, günstig, bewährt

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Altersvorsorgedepot Anbieter 2026: Die 6 besten im Vergleich

Nicht jeder Broker wird das Altersvorsorgedepot anbieten. Kostenunterschiede von 0,4 % p.a. machen über 30 Jahre über 40.000 € Unterschied.

Anbieter Depotgebühr Sparplan-Kosten Stärken Typ
Trade Republic 0 €/Jahr 0 € (ETF ab 0,07 %) App-first, 4 % Zinsen auf Cash Neo-Broker
Scalable Capital 0 € (Prime: 35,88 €/Jahr) 0 € (Prime) / 0,99 € Größte ETF-Auswahl, Robo inklusive Neo-Broker
DKB 0 €/Jahr 1,50 € je Ausführung Vollbank, Girokonto integriert Direktbank
ING 0 €/Jahr 0 € für Aktions-ETFs Sehr einfach, ideal für ETF-Einsteiger Direktbank
Comdirect 0 €/Jahr (ab 2. Jahr) 1,5 % mind. 1,50 € Breites Angebot, Commerzbank-Sicherheit Direktbank
Versicherungsmantel 1,0–2,5 % p.a. Hoch Kein Vorteil für Selbst-Entscheider — vermeiden! Versicherung

Kostenunterschied über 30 Jahre (Beispielrechnung)

300 €/Monat, 7 % Rendite p.a.: Bei 0,1 % Kosten = 339.000 € Endkapital. Bei 0,5 % Kosten = 296.000 € Endkapital. Unterschied: 43.000 € — nur durch Kosten.

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