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Nettorendite Immobilien & Nettomietrendite berechnen 2026: Formel, Beispiele & Rechner

Nettorendite Immobilien & Nettomietrendite berechnen 2026: Formel, Beispiele & Rechner

Die Nettomietrendite ist die wichtigste Kennzahl für Kapitalanleger bei Immobilien. Sie zeigt, wie viel Prozent deines eingesetzten Kapitals du jährlich als Mietüberschuss zurückbekommst — nach Abzug aller laufenden Kosten.

Nettomietrendite vs. Bruttomietrendite: Der Unterschied

KennzahlFormelTypischer WertAussagekraft
BruttomietrenditeJahreskaltmiete ÷ Kaufpreis × 1003–7%Schnellcheck, aber ungenau
Nettomietrendite(Jahreskaltmiete − Kosten) ÷ (Kaufpreis + NK) × 1002–5%Realistisches Bild des Ertrags

Die Bruttomietrendite überschätzt den tatsächlichen Ertrag um 1–2 Prozentpunkte. Für ernsthafte Investitionsentscheidungen immer die Nettomietrendite berechnen.

Nettomietrendite berechnen: Formel und Schritt-für-Schritt

Formel Nettomietrendite:
Nettomietrendite (%) = (Jahreskaltmiete − jährliche Kosten) ÷ (Kaufpreis + Kaufnebenkosten) × 100

Schritt 1: Jahreskaltmiete ermitteln

Monatliche Kaltmiete (ohne Nebenkosten) × 12 = Jahreskaltmiete.
Beispiel: 900 € × 12 = 10.800 €/Jahr

Schritt 2: Jährliche Kosten abziehen

KostenpositionTypischer WertIm Beispiel (70 qm)
Hausverwaltung5–8% der Jahreskaltmiete540–864 €
Instandhaltungsrücklage8–12 €/qm/Jahr560–840 €
Mietausfallrisiko (Reserve)2% der Jahreskaltmiete216 €
Nicht umlegbare Nebenkosten300–600 €/Jahr400 €
Gesamtkostenca. 1.716–2.320 €
Nettomieteinnahmen8.480–9.084 €

Schritt 3: Gesamtinvestition berechnen (Kaufpreis + Kaufnebenkosten)

PositionProzentsatzBei 250.000 € KP
Kaufpreis250.000 €
Grunderwerbsteuer3,5–6,5% je Bundesland8.750–16.250 €
Notar + Grundbuchca. 1,5%3.750 €
Maklerprovision0–3,57%0–8.925 €
Gesamtinvestition262.500–278.925 €

Schritt 4: Formel anwenden

Nettomietrendite = (Nettomieteinnahmen ÷ Gesamtinvestition) × 100
Beispiel: (8.780 € ÷ 268.000 €) × 100 = 3,28% Nettomietrendite

Nettomietrendite Rechner: Rechenbeispiele nach Städten

Die Nettomietrendite variiert stark je nach Standort. Hier eine realistische Übersicht für deutsche Städte:

StadtKaufpreis (70 qm)Kaltmiete/Mon.BruttorenditeNettorendite (ca.)Bewertung
München650.000 €1.400 €2,6%1,8–2,2%Kritisch
Frankfurt420.000 €1.100 €3,1%2,3–2,8%Grenzwertig
Berlin380.000 €1.050 €3,3%2,5–3,0%Akzeptabel
Hamburg380.000 €1.100 €3,5%2,8–3,3%Akzeptabel
Hannover220.000 €850 €4,6%3,5–4,2%Gut
Leipzig180.000 €750 €5,0%3,9–4,6%Sehr gut
Chemnitz100.000 €520 €6,2%5,0–5,8%Top

Hinweis: Nettomietrendite nach Abzug von Hausverwaltung (6%), Instandhaltung (10 €/qm/Jahr), Mietausfallrisiko (2%) und Kaufnebenkosten (10%). Eigene Berechnung im Kapitalanlage-Rechner.

Was ist eine gute Nettomietrendite 2026?

NettomietrenditeBewertungTypische Städte
Unter 2,5%Kritisch — negativer CashflowMünchen Innenstadt, Hamburg Alster
2,5–3,5%Akzeptabel — kaum CashflowBerlin, Hamburg, Frankfurt
3,5–5,0%Gut — positiver Cashflow möglichLeipzig, Dresden, Hannover
Über 5,0%Sehr gut — starker CashflowChemnitz, Halle, Magdeburg

Faustregel: Eine Nettomietrendite von mindestens 3,5% ist nötig damit die Immobilie sich (mit 80% Fremdfinanzierung bei 3,5% Zins) selbst trägt. Darunter gibt es monatliche Zuzahlungen.

Nettomietrendite berechnen mit Kredit: Der Cashflow-Check

Die Nettomietrendite allein sagt noch nicht, ob die Immobilie monatlich positive Zahlen schreibt. Der Cashflow ist die entscheidende Zahl für Kapitalanleger mit Finanzierung:

PositionBetrag/Monat
Kaltmiete (Einnahmen)+900 €
Hausgeld (Verwaltung + Rücklage)−220 €
Kreditrate (Zins + Tilgung, 80% FK)−750 €
Mietausfallreserve−18 €
Monatlicher Cashflow−88 € (Zuzahlung!)
Tilgungsanteil (Vermögensaufbau)+350 €
Vermögenszuwachs gesamt+262 €/Monat

Selbst bei negativem Cashflow baut sich durch die Tilgung Vermögen auf. Mehr dazu: Passive Einnahmen aufbauen.

Nettomietrendite vs. Eigenkapitalrendite

Die Nettomietrendite bezieht sich auf die Gesamtinvestition (Kaufpreis + NK). Die Eigenkapitalrendite berücksichtigt den Hebeleffekt durch Fremdfinanzierung und liegt typischerweise 2–3× höher:

Beispiel: 3,5% Nettomietrendite auf 270.000 € → 9.450 € Nettoertrag/Jahr.
Eigenkapital eingesetzt: 54.000 € (20%). Eigenkapitalrendite: 9.450 ÷ 54.000 = 17,5% — vor Finanzierungskosten.

Nach Finanzierungskosten (Zinsanteil abziehen): ca. 6–8% Eigenkapitalrendite realistisch in guten Märkten.

Häufige Fehler bei der Renditeberechnung

  • Nur Bruttomietrendite berechnen: Führt zu 1–2% Überschätzung. Immer Kosten abziehen.
  • Kaufnebenkosten vergessen: 10–15% des Kaufpreises erhöhen die Gesamtinvestition erheblich.
  • Instandhaltung unterschätzen: Gerade bei Altbauten können 15–20 €/qm/Jahr nötig sein.
  • Hausgeld falsch einrechnen: Nur der nicht-umlegbare Anteil (Instandhaltungsrücklage, Verwaltung) ist Kosten des Vermieters.
  • Leerstand ignorieren: Plane mindestens 2–4 Wochen Leerstand pro Jahr ein.
  • Warmmiete statt Kaltmiete: Für die Renditeberechnung immer nur die Nettokaltmiete verwenden.

Nettomietrendite verbessern: 5 Hebel

  1. Miete an Markt anpassen: Günstig vermietete Bestandsobjekte bieten oft Potenzial — innerhalb der Mietpreisbremse.
  2. Kosten senken: Hausverwaltungsvertrag neu verhandeln, günstigere Versicherung, Eigenverwaltung prüfen.
  3. Modernisierung mit Mieterhöhung: 8% der Modernisierungskosten/Jahr können auf die Miete umgelegt werden.
  4. Kaufpreis drücken: Jede 10.000 € Preisreduktion erhöht die Rendite — Verhandlung lohnt sich.
  5. B-Lagen statt A-Lagen: In Leipzig, Erfurt oder Halle sind Renditen von 5%+ noch realistisch.

Nettomietrendite online berechnen

Für detaillierte Berechnungen mit Cashflow, Eigenkapitalrendite und Steuereffekt: Kapitalanlage-Rechner → kostenlos online. Gib Kaufpreis, Miete, Finanzierungsdetails und Bundesland ein und erhalte eine vollständige Renditeanalyse.

FAQ: Nettomietrendite berechnen

Was ist die Formel für die Nettomietrendite?
Nettomietrendite = (Jahreskaltmiete − jährliche Kosten) ÷ (Kaufpreis + Kaufnebenkosten) × 100. Die Kosten umfassen Hausverwaltung, Instandhaltung, Mietausfallrisiko und nicht umlegbare Nebenkosten.

Wie hoch sollte die Nettomietrendite sein?
Als Mindestrendite gelten 3,5% für eine Immobilie mit 80% Fremdfinanzierung bei aktuellen Zinsen (ca. 3,5%). Darunter entsteht monatlicher Zuzahlungsbedarf. Über 5% gilt als sehr gut.

Was ist der Unterschied zwischen Netto- und Bruttomietrendite?
Die Bruttomietrendite bezieht nur den Kaufpreis ein, die Nettomietrendite zieht alle Kosten ab und bezieht auch die Kaufnebenkosten (10–15% des KP) in die Investitionsbasis ein. Die Differenz beträgt typischerweise 1–2 Prozentpunkte.

Nettomietrendite berechnen: Welche Kosten muss ich einrechnen?
Hausverwaltung (5–8% der Miete), Instandhaltungsrücklage (8–15 €/qm/Jahr), Mietausfallrisiko (2%), nicht umlegbare Nebenkosten. Bei Eigentumswohnungen: Anteil des Hausgeldes der nicht auf Mieter umlegbar ist.

Was ist die Nettomietrendite bei der Eigenkapitalrendite?
Die Nettomietrendite misst den Ertrag auf das Gesamtkapital. Die Eigenkapitalrendite misst den Ertrag auf das eingesetzte Eigenkapital und liegt durch den Fremdkapitalhebel deutlich höher — typisch 6–12% nach Finanzierungskosten.

30 Tipps für Immobilien als Kapitalanlage → · Passive Einnahmen mit Immobilien → · Mieteinnahmen Steuer berechnen →

Unsere Einschätzung

Die Bruttomietrendite ist eine Marketingkennzahl. Makler nutzen sie, weil sie immer besser aussieht als die Wahrheit. Wer Immobilien als Kapitalanlage kauft, rechnet ausschließlich mit der Nettomietrendite — alles andere ist Wunschdenken.

Die Formel — und warum 80% sie falsch anwenden

Korrekte Nettomietrendite-Formel

(Jahreskaltmiete − Bewirtschaftungskosten) ÷ (Kaufpreis + Nebenkosten) × 100

Bewirtschaftungskosten: Instandhaltung + Hausverwaltung + Leerstandsrisiko + nicht umlagefähige NK

Der häufigste Fehler: Bewirtschaftungskosten werden komplett weggelassen oder zu niedrig angesetzt. Das verfälscht die Rendite um 1–2 Prozentpunkte. Bei einem 300.000-Euro-Objekt sind das bis zu 6.000 Euro Renditeunterschied pro Jahr — kein Rechendetail, sondern kaufentscheidend.

Vollständiges Rechenbeispiel: 3-Zimmer-Wohnung, 68 qm, Leipzig-Connewitz

PositionBetragAnmerkung
Kaufpreis195.000 €Angebotspreise Connewitz 2025: 2.700–3.100 €/qm
Grunderwerbsteuer (5,5% Sachsen)+ 10.725 €Je Bundesland unterschiedlich, 3,5–6,5%
Notar + Grundbuch+ 3.900 €Ca. 2% des Kaufpreises
Maklerprovision (3,57%)+ 6.960 €Seit 2020 geteilt — oft verhandelbar
Gesamtkapitaleinsatz216.585 €
Kaltmiete/Monat800 €Mietspiegel Leipzig 2025: 7,80–9,20 €/qm
Jahreskaltmiete9.600 €
Instandhaltung (1,50 €/qm/Mon.)− 1.224 €Reservepflicht: mind. 1,00 €/qm/Mon. bei Bestand
Hausverwaltung (6% der Miete)− 576 €Marktüblich: 25–35 €/WE/Monat
Leerstand/Mietausfall (2%)− 192 €Leipzig: Leerstandsquote unter 3%
Nicht umlagefähige NK− 180 €Anteil Versicherung, WEG-Sonderumlage
Nettomieteinnahmen p.a.7.428 €
Nettomietrendite3,43%Gut für eine Großstadt

Zum Vergleich: Die Bruttomietrendite wäre 9.600 ÷ 195.000 × 100 = 4,92%. Der Unterschied von 1,49 Prozentpunkten ist nicht akademisch — er bestimmt, ob die Immobilie nach Steuer einen positiven Cashflow liefert.

Nettomietrendite-Rechner — eigene Immobilie berechnen

Nettomietrendite 2026: Was in deutschen Städten realistisch ist

StadtNettomietrendite (typisch)Kaufpreisfaktor (median)Bewertung
München1,5–2,2%38–46Rendite-schwach, Wertsteigerungswette
Hamburg2,2–3,0%30–38Solide, wenn Mikrolage stimmt
Berlin2,5–3,5%28–36Stark polarisiert — Lage entscheidet alles
Frankfurt a. M.2,0–2,8%33–40Büromigranten treiben Mieten — aber Kaufpreise auch
Köln2,8–3,5%26–32Unterschätzte Universitätsstadt
Leipzig3,2–4,5%20–28Bestes Rendite/Risiko-Verhältnis in DE (2025)
Dresden3,0–4,2%21–28Wachstum durch TSMC-Ansiedlung — früh einsteigen
Nürnberg2,8–3,6%24–30Solider B-Stadtstandard

Quellen: Engel & Völkers Marktbericht 2025, empirica-Regio, lokale Mietspiegel. Werte für Bestandswohnungen 60–90 qm, Bj. 1970–2000.

Die 5 häufigsten Fehler bei der Renditeberechnung

1
Kaufnebenkosten ignorieren

Wer nur den Kaufpreis als Basis nimmt, überschatzt die Rendite um 0,3–0,8 Prozentpunkte. Bei 10% Nebenkosten kostet eine scheinbar 4%-Immobilie real nur 3,6%. Immer mit Gesamtkapitaleinsatz rechnen.

2
Instandhaltungsrücklage zu niedrig

Viele Einsteiger rechnen 0,50 €/qm/Monat — das reicht für normalen Verschleiß, nicht für eine Heizungserneuerung (8.000–15.000 €). Realistisch: 1,00–1,50 €/qm/Monat für Bestand.

3
Leerstand als null ansetzen

Zwischen Auszug und Neuvermietung vergehen meist 4–10 Wochen. Bei 12.000 € Jahresmiete kostet eine 6-Wochen-Vakanz 1.400 €. Mindestens 1,5% Leerstandsrisiko einplanen.

4
Finanzierungskosten mit Rendite vermischen

Rendite und Finanzierung sind zwei verschiedene Rechnungen. Die Nettomietrendite zeigt die Qualität des Objekts — unabhängig von Kredit oder Eigenkapital. Zinsen gehören in die Cashflow-Rechnung, nicht in die Renditeberechnung.

5
Aktuelle Miete statt Marktmiete nehmen

Eine langjährig untervermietete Wohnung mit 650 € in einem 800-€-Markt zeigt künstlich niedrige Rendite. Immer mit lokalem Mietspiegel gegenchecken.

Eigenkapitalrendite: Das Instrument der Fortgeschrittenen

Die Nettomietrendite misst den Ertrag auf das eingesetzte Gesamtkapital. Die Eigenkapitalrendite zeigt, was du auf dein eigenes Geld erzielst — und hier entfaltet der Hebel seine Wirkung.

SzenarioEK (20%)FremdkapitalNettomietrenditeEK-Rendite (nach Zins)
80% Finanzierung43.317 €173.268 €3,43%ca. 7,2%*
100% Eigenkapital216.585 €0 €3,43%3,43%

* Annahme: Zins 3,8% p.a., 30 Jahre, Tilgung 2%. EK-Rendite vor Steuern, vereinfacht. Hebel funktioniert nur solange Mietrendite > Finanzierungszins.

Das ist der Kern-Grund, warum Immobilien als Kapitalanlage so attraktiv sind. Den vollständigen Renditerechner findest du hier.

Wann ist eine Nettomietrendite "gut"? Unsere Grenzwerte 2026

NettomietrenditeBewertungUnser Fazit
Unter 2%Nicht investierbar (reine Rendite)Nur kaufen wenn Wertsteigerung fast sicher
2,0–2,9%Schwach, aber haltbarA-Städte: nur mit sehr niedrigen Zinsen positiv rentabel
3,0–3,9%Marktüblich für GroßstädteKaufen, wenn Finanzierungszins unter 3,5%
4,0–5,0%Gut — klarer positiver CashflowB-Städte, gute Randlagen: Kaufen
Über 5%Sehr gut — oder Warnsignal prüfenWarum ist es so günstig? Lage, Leerstand, Strukturwandel checken

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Nettomietrendite = die einzige ehrliche Renditezahl beim Immobilienkauf
  • Immer Gesamtkapital (inkl. Nebenkosten) als Basis — nicht nur Kaufpreis
  • Bewirtschaftungskosten: mindestens 20–25% der Bruttomiete einplanen
  • Leipzig, Dresden, Augsburg: beste Nettomietrendite unter deutschen Großstädten 2025
  • Unter 3% Netto brauchst du eine sehr gute Wertsteigerungsstory — oder du lässt es

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nettomietrendite?

Die Bruttomietrendite zieht keine Kosten ab: Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis × 100. Die Nettomietrendite berücksichtigt Instandhaltung, Verwaltung und nicht umlegbare Nebenkosten und bezieht auch die Kaufnebenkosten ein. Sie ist die aussagekräftigere Zahl.

Wie hoch sollte die Mietrendite sein, damit eine Immobilie sich lohnt?

Als Faustregel: Bruttomietrendite über 4%, Nettomietrendite über 3%. In Großstädten wie München ist oft nur 2,5–3% brutto realistisch — dort rechnet sich die Investition vor allem durch Wertsteigerung und den Hebeleffekt bei der Eigenkapitalrendite.

Kann ich die Nettomietrendite selbst berechnen?

Ja, mit dem kostenlosen Rendite-Rechner. Einfach Kaufpreis, Kaufnebenkosten, monatliche Kaltmiete und geschätzte laufende Kosten eingeben — du siehst sofort Brutto- und Nettomietrendite sowie die Eigenkapitalrendite.

Was ist die Nettorendite bei Immobilien?

Nettorendite Immobilien ist ein synonym für Nettomietrendite — beide Begriffe beschreiben dieselbe Kennzahl: die tatsächliche Rendite einer Immobilie nach Abzug aller laufenden Kosten (Verwaltung, Instandhaltung, Mietausfall). Berechnung: (Jahreskaltmiete − jährliche Kosten) ÷ (Kaufpreis + Kaufnebenkosten) × 100. Eine gute Nettorendite liegt 2026 bei über 3,0% — idealerweise über 3,5%, um Finanzierungskosten zu decken. A-Städte (München, Frankfurt) erreichen oft nur 1,5–2,5%, B-Städte wie Leipzig 3,5–5%.

Nettorendite Immobilien berechnen: Welche Kosten ziehe ich ab?

Für die Nettorendite bei Immobilien ziehst du folgende jährliche Kosten ab: 1) Nicht umlagefähige Nebenkosten (Instandhaltungsrücklage 1–2 €/qm/Monat), 2) Hausverwaltung (ca. 5–8% der Jahresmiete), 3) Leerstandsrisiko (1–2 Monatsmieten/Jahr als Reserve einkalkulieren), 4) Kaufnebenkosten erhöhen den Nenner (ca. 10% des Kaufpreises für Notar, Grunderwerbsteuer, Makler). Der Rendite-Rechner übernimmt diese Berechnung automatisch.

Wann lohnt sich eine Immobilie trotz niedriger Nettomietrendite?

Eine Nettomietrendite unter 3% lohnt sich trotzdem, wenn: (1) die Lage starke Wertsteigerung verspricht (A-Städte München, Hamburg), (2) der Hebeleffekt durch Fremdkapital die Eigenkapitalrendite auf 8–15%+ treibt, oder (3) Steuervorteile (AfA + Werbungskosten) die reale Belastung senken. Entscheidend ist die Gesamtrendite aus Mietrendite + Wertsteigerung + Steuereffekt.

Wie unterscheidet sich die Eigenkapitalrendite von der Nettomietrendite?

Die Nettomietrendite misst den Return auf den Gesamtkaufpreis (ohne Hebel). Die Eigenkapitalrendite misst nur den Return auf das eingesetzte Eigenkapital — und ist durch Fremdfinanzierung viel höher. Beispiel: 3% Nettomietrendite auf 300.000 Euro, aber 80% Fremdkapital = mögliche Eigenkapitalrendite von 10–15% auf die 60.000 Euro Eigenkapital.

Offizielle Quellen & Weiterführende Links

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Bruttomietrendite: Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis × 100 – schnell, aber ungenau
  • Nettomietrendite: (Miete − alle Kosten) ÷ (Kaufpreis + Nebenkosten) × 100 – die ehrliche Zahl
  • Richtwert: Brutto > 4%, Netto > 3% – unter 2,5% netto lohnt sich Immobilie selten
  • Kaufnebenkosten: 9–12% des Kaufpreises (Grunderwerbsteuer + Notar + Makler) immer einrechnen
  • Steigerung: Höhere Miete, weniger Leerstand oder günstigerer Einkauf verbessern die Rendite sofort

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Nicht umlegbare Kosten = Hausverwaltung (ca. 5–8% der Miete) + Instandhaltungsrücklage (ca. 1–2 €/qm/Monat) + Mietausfallrisiko (ca. 2% p.a.)

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