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Immobilien

Immobilien als Altersvorsorge vs. ETF: Was wirklich mehr Rendite bringt

Immobilien als Altersvorsorge vs. ETF: Was wirklich mehr Rendite bringt

Immobilien als Altersvorsorge gelten als sicher und bewährt. Doch rechnet sich eine Mietwohnung als Altersvorsorge wirklich? Ein ehrlicher Vergleich — mit Zahlen, nicht mit Versprechen.

Das Versprechen: Warum Immobilien als Altersvorsorge so beliebt sind

Drei Argumente dominieren die Diskussion: Inflationsschutz (Mieten steigen mit der Inflation), Hebeleffekt (mit 25% Eigenkapital kontrollieren Sie 100% des Objektwertes) und steuerliche Vorteile (AfA, Werbungskosten). All das stimmt — aber es gibt auch Risiken und Alternativen, die ehrlich beleuchtet werden müssen.

Immobilien als Altersvorsorge vs. ETF-Sparplan: Der Vergleich

KriteriumImmobilie (vermietet)ETF-SparplanAltersvorsorgedepot 2027
Einstiegskapital60.000–100.000 € EKAb 25 €/MonatAb 25 €/Monat
Rendite p.a. (historisch)4–8% Eigenkapitalrendite7–9% (MSCI World, 30J)7–9% + 20% Staatsbonus
InflationsschutzSehr gut (Mieten + Wertsteigerung)Gut (Sachwert via Aktien)Gut
LiquiditätSehr gering (Monate bis Verkauf)TäglichAb 62. Lebensjahr
SteuervorteileAfA, Werbungskosten, 10J-SteuerfreiheitAbgeltungsteuer 25%20% Förderbonus + Abgeltungsteuer
AufwandHoch (Mieter, Verwaltung, Instandhaltung)MinimalMinimal
HebeleffektJa (Fremdkapital möglich)NeinNein

Konkrete Zahlen: Wohnung als Altersvorsorge vs. ETF

Angenommen: 70.000 € Eigenkapital, 30 Jahre Anlagehorizont.

Variante A: Eigentumswohnung (250.000 € Kaufpreis)

  • 70.000 € EK + ca. 24.000 € Nebenkosten = 94.000 € Eigenmittel
  • Finanzierung: 180.000 € bei 3,5%, 2,5% Tilgung = Rate 1.080 €/Monat
  • Miete: 950 €, Verwaltung 55 €, Rücklage 50 €, Zinsen 525 € → Cashflow: ca. −180 €/Monat anfangs
  • Nach 30 Jahren: Wohnung schuldenfrei (Wert ca. 420.000 €), Rente aus Miete ca. 950 €/Monat nach NK

Variante B: ETF-Sparplan mit 300 €/Monat (30 Jahre, 7% p.a.)

  • Endwert: ca. 340.000 € (ohne Steuer)
  • Entnahme 4% p.a.: 1.133 €/Monat (steuerpflichtig)

Fazit des Vergleichs

Beide Strategien sind solide. Die Immobilie bietet höheres Kapitalendvermögen durch Hebeleffekt — dafür deutlich mehr Aufwand und geringere Liquidität. Der ETF-Sparplan ist einfacher und flexibler. Wer kann: beides kombinieren.

Selbst genutzt oder vermietet: Was ist besser für die Altersvorsorge?

Die selbst genutzte Immobilie spart die Miete im Alter — aber sie bringt keinen Cashflow und bietet keine steuerlichen Vorteile. Die vermietete Immobilie bringt laufende Einnahmen und steuerliche Vorteile, erfordert aber Verwaltungsaufwand.

Pragmatische Empfehlung für die meisten Menschen: Eine selbst genutzte Immobilie (schuldenfrei bis zur Rente) + ETF-Sparplan ist für die meisten der beste Mix. Wer Vermieter werden möchte, sollte zusätzlich mindestens eine Kapitalanlage-Wohnung aufbauen — mit professioneller Hausverwaltung für wirklich passives Einkommen im Alter.

Das Altersvorsorgedepot 2027: Die neue Option

Ab 2027 kommt das staatlich geförderte Altersvorsorgedepot mit 20% Staatsbonus auf bis zu 3.000 € Einzahlung pro Jahr. Für Immobilieninvestoren ideal als Ergänzung — nicht als Ersatz. Alle Details: Altersvorsorgedepot 2026 erklärt.

Weiterlesen: Passive Einnahmen durch Immobilien · Eigenkapital aufbauen · Erste Wohnung kaufen · Rendite-Rechner

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